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Holz- und Bautenschutz

Als organisches Baumaterial ist Holz vielen umweltbedingten Einflüssen ausgesetzt. Nicht nur Insekten, auch Pilze und andere Mikroorganismen können das Holz schädigen und im schlimmsten Fall langfristig sogar komplett zerstören. Die Folgen sind oftmals verheerend: gesundheitliche Gefahren und Funktionsbeeinträchtigungen der Baumaterialien bis hin zu Statikproblemen, deren Behebung mit erheblichen Kosten verbunden sind. Deshalb sollten Sie schnell handeln und möglichst zeitnah nach Erkennen des Befalls einen Fachmann für Holz- und Bautenschutz beauftragen. Gerne stehen wir Ihnen hierfür mit Rat und Tat zur Seite und helfen Ihnen, Ihr Objekt nachhaltig von Schadorganismen zu befreien. 

Wir empfehlen, vor einer Holzschutzbehandlung – ob prophylaktisch oder bekämpfend – immer eine professionelle Zustandsanalyse durchzuführen. Somit können die entsprechenden fachgerechten Maßnahmen zielgerichtet angewendet und ein effektiver und wirkungsvoller Schutz erreicht werden. Im Anschluss wird das zu bearbeitende Holz mit mechanischen Verfahren und durch den Einsatz von Holzschutzmitteln vollständig von Schadorganismen befreit.

Eine von unseren Experten gemäß DIN 68800 durchgeführte Holzschutzbehandlung bei Insektenbefall wird aus den folgenden, uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen und Verfahren, individuell für Sie zusammengestellt:

Zustandsanalyse & Festlegung der notwendigen Maßnahmen

Um eine zielgerichtete und erfolgreiche Holzschutzbehandlung durchzuführen, muss zunächst festgestellt werden, welche Art und welches Ausmaß der Schädigung gegeben ist. In Dachstühlen muss gegebenenfalls mittels eines Beils oder Handschälgerätes der Zustand der Balken überprüft werden.

Je nach Befund werden die entsprechenden Maßnahmen und Arbeitsgänge zusammengestellt.

Abbeilen der geschädigten Holzteile

Dieser Arbeitsgang dient der detaillierten Feststellung, in welchem Ausmaß und an welchen Stellen das Holz bereits geschädigt ist. Gegebenenfalls ist es notwendig, einzelne Holzteile auszutauschen. Ist das noch gesunde Holz freigelegt, kann dieses dementsprechend prophylaktisch behandelt und somit vor einem weiteren Schädlingsbefall geschützt werden.

Abbürsten der Fraßgänge

Haben sich durch das Abbeilen Fraßgänge im Holz gezeigt, müssen diese mit Hilfe einer Stahlbürste von Holzmehl gereinigt werden. Dieser Arbeitsschritt stellt sicher, dass alle notwendigen Stellen komplett mit Holzschutzmittel erreicht werden.

Sicherheit geht vor!

Je nach Art des verwendeten Holzschutzmittels sind Schutzmaßnahmen zu treffen. In den meisten Fällen wird ein dicht abschließender Schutzanzug, Schutzhandschuhe und eine Atemschutzmaske getragen.

Je nach Art und Ausmaß des Schädlingsbefalls setzten wir individuell auf Ihren Fall abgestimmt, die folgenden Verfahren ein:

Zerstäubung

Hierbei werden alle zugänglichen Holzteile – sowohl befallen als auch unbefallen – mit Holzschutzmittel besprüht. Dieses Verfahren tötet Insekten und Larven in Oberflächennähe ab und schützt das Holz vor einem Neubefall.

Injektionsbehandlung

Erreichen die zerstäubten Holzschutzmittel nicht die tiefer liegenden Insektenlarven, kann die Durchführung einer Injektionsbehandlung notwendig werden. Hierbei wird das Holzschutzmittel mittels Einspritzsystem direkt in die Fraßgänge eingebracht und somit werden auch die sich dort befindenden Larven abgetötet.

Holzersatz / Holzverfestigung

Muss Holz vollständig ersetzt werden, ist dies die Aufgabe eines Zimmermanns. Gerne vermitteln wir Ihnen dafür einen kompetenten Fachmann. Falls ein Ersetzen der befallenen Holzteile nicht möglich oder aus ästhetischen oder sonstigen Gründen, z.B. Denkmalschutz, nicht erwünscht ist, kann mittels Epoxid-Holzverfestigung die Stabilität der betroffenen Holzteile wieder erhöht werden.

Holzschutzbehandlung bei Pilzbefall

Liegt ein Pilzbefall vor, muss im ersten Schritt analysiert werden, um welche Art von Pilz und welches Ausmaß es sich handelt, um dementsprechend die Art und Weise der notwendigen Maßnahmen festzulegen. Das befallene Holz muss in den meisten Fällen großflächig abgetragen und verbleibende und neue Teile imprägniert werden. Neben den chemischen Behandlungen ist es auch sinnvoll, konstruktive Lösungen aufzuzeigen, um das verbaute Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen.

Schon gewusst?

Der Echte Hausschwamm ist der gefährlichste und zudem am kompliziertesten zu bekämpfende Pilz, der das Bauwerk befallen kann. Er besitzt eine starke Zerstörungskraft und muss deshalb besonders gründlich und möglichst schnell bekämpft werden. Der echte Hausschwamm kommt hauptsächlich in Altbauten vor und ist der einzige Bauholzpilz der sich – sind gewisse Voraussetzungen gegeben – auch auf trockenes Holz ausbreiten kann. Darüber hinaus besitzt er die Fähigkeit, sich durch sein hochentwickeltes Oberflächenmyzel auch über holzfreie Stoffe hinweg auszudehnen. Reste des Myzels können sich zunächst in einer Art Trockenstarre befinden, zu einem späteren Zeitpunkt jedoch wieder aktiv werden.